INTERRELIGIÖSER
DIALOG

Zahlreiche Kunstwerke der Museumssammlungen haben Erzählungen der Bibel zum Gegenstand, die sich auch im Koran und der Tora finden. Wie lesen Mitbürger_innen islamischen oder jüdischen Glaubens diese Gemälde? Vertreter_innen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften – Muslime, Juden, Hindus, Buddhisten und Christen – begegnen sich bei dieser einmaligen Veranstaltung zu einem Dialog vor den Kunstwerken und erörtern sie aus ihrer Sicht.
Je drei Referierende diskutieren grundlegende Fragestellungen ihrer Religion und gehen auf aktuelle gesellschafts- und kulturpolitische Themen ein. Im Vordergrund stehen dabei die persönlichen Sichtweisen und individuellen Gedanken der Referierenden. Die Besucher_innen erhalten Aufschluss über die Religionen und können aktiv am Gespräch teilnehmen.
In diesem Rahmen werden die Vielfalt und der Reichtum der Religionen der Stadt im Museum lebendig, wird gegenseitiges Verstehen unter den Besucher_innen gefördert.

Seit 2008 moderiere ich die Veranstaltungsreihe Kunst im Interreligiösen Dialog in der Hamburger Kunsthalle und an anderen Museen der Stadt.

2014 wurde das Projekt Kunst im Interreligiösen Dialog mit dem BKM Preis Kulturelle Bildung durch Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, ausgezeichnet.

PUBLIKATION

Marion Koch:
„Auf Augenhöhe. Interreligiösen Gespräche über Kunst.“

© www.freddott.de
Zu Gast

Auf dem Ramadan Pavillon, im Museum für Kunst und Gewerbe, im Barlach Haus, im Museum für Hamburgische Geschichte.

Für Schulen

Infolge der Auszeichnung der Veranstaltungsreihe Kunst im Interreligiösen Dialog mit dem BKM Preis 2014 entwickelte ich gemeinsam mit Kolleginnen der Abteilung Bildung und Vermittlung der Hamburger Kunsthalle das Projekt Kunst im Interreligiösen Dialog – für Schulen.
Schüler_innen ab der neunten Jahrgangsstufe arbeiten zu übergreifenden Themenkomplexen mit engem Lehrplanbezug vor den Originalen. Für folgende Themenkomplexe sind bisher Materialien entstanden:

  • GOTT UND GOTTESVORSTELLUNGEN – TRANSZENDENZ UND IMMANENZ
  • TOD- UND JENSEITSVORSTELLUNGEN – ZEIT UND VERGÄNGLICHKEIT

Für die Kleingruppenarbeit vor den Kunstwerken wurde ein didaktisches, interaktives Medium („Wissensspeicher“) zur selbstbestimmten Arbeit der Schüler_innen entwickelt. Der Wissensspeicher enthält eine Bild- und religionsbezogene Zusammenstellung von Quellentexten, von Zitaten und vertiefenden Informationen zur eigenständigen Recherche vor dem Kunstwerk. Das schulische Angebot nimmt die religiöse und kulturelle Vielfalt der Schüler_innen im Museumsbesuch auf und überführt diese in einen Dialog.

Bilder vom Orient

Ein Ausstellungsparcours:
Von Meister Francke bis Shirin Neshat

Eine Themenausstellung, die durch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle führt. Im Blick: Bilder, die sich europäische Künstler vom „Orient“ über die Jahrhunderte gemacht haben. Dabei zeigt sich schnell, dass es das Bild des „Orients“ nicht gibt. Vielmehr sind die Gemälde, Graphiken und Videoinstallationen Ausdruck der historischen Situation, in der sie entstanden sind und geben vor allem Einblick in die Phantasien, Sehnsüchte aber auch Ängste und Vorurteile der Europäer gegenüber „dem Orient“.

PUBLIKATION

Marion Koch:
„Bilder vom Orient.“ Hamburger Kunsthalle, 2006